Alhambra
Tanzsaal

1892 - 1922
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Eröffnung des Tanzsaals Alhambra in der Adlzreiterstraße [1]

ausgelassen ging es zu am Ende des 19. Jahrhunderts.
Wer sich in München amüsieren wollte, kam in die Isarvorstadt.
Hier waren käufliche Damen und hier stand seit 1874 "Kils Colosseum" zwischen Jahn- und Hans-Sachs-Straße, ein Varietétheater und Amüsieretablissement.

1892 folgte ein weiterer Vergnügungspalast, die "Alhambra" in der Adlzreiterstraße 11 (das ist heute Nr. 22), ein Hotel und Tagesrestaurant mit angeschlossenem Tanz- und Konzertsaal, wie auch für Varietévorstellungen.
Am 5. Januar eröffnet Georg Lersch den Palast mit seinen zwei Sälen.
Zeitungsanzeige Alhambra Adlzreiterstr.


Anzeige aus der "Münchener Ratsch-Kathl" Nr.3 vom 5.Januar 1892
Text aus der gleichen Ausgabe der "Münchener Ratsch-Kathl":

Ein großes Vergnügungsetablissement ist
unter dem Namen „Alhambra" in der Adlzreiterstraße Nr. 11 nächst der Lindwurmstraße (Pferdebahnhaltestelle) entstanden und wird am kommenden Dienstag , den 5. Januar , dem allgemeinen Verkehr übergeben werden. Das Etablissement ist nach den Entwürfen von Architekt Müller von Herrn Georg Lersch in maurischem Styl erbaut und besteht aus zwei groß=
artigen Sälen und einem Tagesrestaurant . Die Säle sind mit dem reichsten orientalischen Malereien versehen und machen einen ungemein schönen Eindruck . Der Hauptsaal besitzt eine sehr hübsche Bühne und sollen dort in dieser Saison Konzerte , Redouten und Bälle abgehalten werden. Die 40 Mann starke Kapelle C. Stolz ist bereits für das Etablissement engagirt . Der ganze mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattete Bau kostete 600,000 Mk . Die Heiß= wasserheizung wurde von der Firma Pissinger, die elektrische Beleuchtung von der Firma Einstein u. Cie. hergestellt. In dem Hauptsaale befinden sich zwei prächtige Freskengemälde, welche an den berühmten Löwenhof der Alhambra erinnern.

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